Westerode Harlingerode Bad Harzburg, Bündheim-Schlewecke Einsätze Tech. Hilfeleistung

Personensuche am Huneberg-Steinbruch



Vom Smartphone falsch geleitet – am Sonntag musste die Feuerwehr eine junge Berlinerin suchen, sie hatte sich zwischen Bad Harzburg und Okertalsperre im Wald verlaufen

Gestern Abend meldete sich um kurz nach 19.30 Uhr eine Anruferin über Notruf in der Rettungsleitstelle. Sie war zu Fuß vom Bahnhof Bad Harzburg Richtung Campingplatz Okertalsperre aufgebrochen und hatte sich nun, fehlgeleitet durch ihr Handy, im Wald verlaufen. Die ortsunkundige Berlinerin konnte nicht genau sagen wo sie ist, jedoch mit Hilfe des Disponenten die Koordinaten ihres vermeintlichen Standorts über ihr Smartphone ermitteln.

Die Leitstelle alarmierte zunächst eine Kleinalarmgruppe der Ortsfeuerwehr Bad Harzburg und einen Rettungswagen. Während zwei Löschfahrzeuge auf der Zufahrtsstraße zum Steinbruch in Bereitschaft gingen, suchten der Brandmeister vom Dienst und ein weiteres Führungsfahrzeug zunächst den Nahbereich des Steinbruchs ab und nahmen telefonisch Kontakt zu der Dame auf, um noch weitere Informationen zum Aufenthaltsort zu bekommen. Da die Beschreibungen anfangs nur sehr ungenau waren und die Dämmerung einsetzte, entschied sich die Einsatzleitung zu einer umfangreichen Alarmierung weiterer Kräfte – die Ortsfeuerwehren Bündheim-Schlewecke, Westerode, Harlingerode mit dem ELW 2 der Kreisfeuerwehr, die Feuerwehr Altenau, den Stadt- und Kreisbrandmeister. Die Einsatzleitung und ein Einsatzkräfte-Bereitstellungsraum wurden  im Bereich der Wage, am Haupttor des Steinbruchs eingerichtet. Parallel klärten die Disponenten die Verfügbarkeit eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera und später noch den Einsatz von Rettungshunden, dessen Alarmierung dann aber nicht mehr von Nöten war.

Mit Martinhorn und immer wieder telefonischer Kontaktaufnahme, konnte schlussendlich die Position immer weiter eingegrenzt werden. Mehrere Trupps mit Handlampen, einem Megaphone und Wärmebildkamera begannen fußläufig die Suche. Dann die Rückmeldung, die Dame konnte von Kräften der Feuerwehr Altenau und der Besatzung des harzburger Hilfeleistungslöschfahrzeuges (HLF 20) gefunden werden. Die schlussendliche Rettung nahm dennoch eine gewisse Zeit in Anspruch, da das Gelände sehr unwegsam war und die Dunkelheit die Arbeit zusätzlich erschwerte.  Die in Bereitschaft stehenden Kräfte konnten somit aus dem Einsatz entlassen werden und die örtliche Einsatzleitung zurückgebaut werden.

Nach Übernahme der leichtverletzten Patientin, wurde sie durch den Rettungsdienst medizinisch untersucht und zur weiteren Behandlung in eine Klinik transportiert.

Über die Rettungsleitstelle kam die Information, dass es eine weitere Personensuche im Bereich „Kreuz des deutschen Ostens“ gibt, die Polizei gerade am planen ist. Die einsatzfreien und auf Rückfahrt befindlichen Fahrzeuge gingen im Bereich Großparkplatz Seela in Bereitschaft. Konnten nach kurzer Zeit aber einrücken, da eine weitere Suche nicht mehr nötig war, die Person konnte ausfindig gemacht werden. Gegen 22.20 Uhr waren mit dem HLF die letzten Kräfte wieder eingerückt.

Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Bad Harzburg mit zwei Führungsfahrzeugen, Hilfeleistungslöschfahrzeug und Löschgruppenfahrzeug. Feuerwehr Bündheim-Schlewecke mit allen Fahrzeugen (Führungsfahrzeug, zwei Löschgruppenfahrzeugen, Tanklöschfahrzeug und zwei Gerätewägen (Logistik und Umweltschutz), Feuerwehr Westerode mit Mannschaftstransportwagen und Löschgruppenfahrzeug, Feuerwehr Harlingerode mit Mannschaftstransportwagen und Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr. Stadt- und Kreisbrandmeister, Rettungsdienst und Polizei.