Bad Harzburg, Westerode, Aus- und Fortbildungen

Großübung der Ortsfeuerwehr Bad Harzburg



Gemeinsame Übung der beiden Lösch- und Hilfeleistungszüge aus Bad Harzburg und der Ortsfeuerwehr Westerode, mit weiteren Kräften aus Stapelburg und einem Löschzug der Partnerstadt Ilsenburg. Angenommene Lage war ein Gebäudefeuerwehr in Eckertal, in der Papierfabrik im Grenzbereich zu Sachsen-Anhalt.

Am 18.09.2021 führte die Ortsfeuerwehr Bad Harzburg eine ebenfalls seit längerem geplante Übung bei der Firma Obenauf im Ortsteil Eckertal durch. Aufgrund der Covid-19 Pandemielage musste diese Übung mehrfach verschoben werden. Vorbereitet wurde die Übung vom Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Bad Harzburg Markus Hirsch und Stadtbrandmeister Axel Breustedt.

Folgende Übungsziele sollten bei der Übung Aufschluss auf den Ausbildungsstand der Feuerwehr und die örtlichen Begebenheiten der Firma Obenauf erbringen.

  • Absuchen von Gebäuden zur Menschenrettung unter Atemschutz und erschwerten Bedingungen
  • Wasserentnahmestellen aus einem offenen Fließgewässer entnehmen um damit die Löschwasserversorgung bei einem möglichen Großbrand sicherzustellen
  • Förderung der Zusammenarbeit der Feuerwehr Bad Harzburg, Ilsenburg und Stapelburg aus den beiden Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
  • Einsatzführung nach Führungsstufe B
  • Bildung von Einsatzabschnitten
  • Überprüfung der Einsatzplanes der Firma Obenauf

Mit dem Ergebnis der Übung waren Stadtbrandmeister Axel Breustedt und Ortsbrandmeister Markus Hirsch sehr zufrieden.

Die erst kürzlich angeschaffte Lenior Schnellwassersperre brachte das vom Bad Harzburger Ortsbrandmeister vorangebrachte gewünschte Ergebnis. Gerade in den trockenen Sommermonaten wird dieses neue Einsatzgerät dafür sorgen, dass schnell Löschwasser aus den Fließgewässern rund um Bad Harzburg entnommen werden kann. Einziges Manko ist der leider immer noch nicht ausgelieferte Gerätewagen Logistik. Mit diesem dringend benötigten Fahrzeug sollen zukünftig Sondereinsatzgeräte wie die Schnellwassersperre oder mobile Hochwasserdeiche an die Einsatzstelle verbracht werden. Ende des Jahres 2021 soll das Fahrzeug ausgeliefert werden.

Als für die Feuerwehr nicht zuverlässig hat sich eine weitere Löschwasserentnahmestelle auf dem Betriebsgelände herausgestellt. Hier werden noch einige Verbesserungen nötig sein, wenn diese zusätzliche Löschwasserentnahmemöglichkeit für die Feuerwehr zuverlässig genutzt werden soll. Genau deshalb müssen Übungen regelmäßig durchgeführt werden, damit  an diesen Stellschrauben im Anschluss in die richtige Richtung gedreht werden kann.

Besonders positiv ist der beherzte Innenangriff der Atemschutztrupps zu erwähnen. Die Übungspuppen waren in einem schwer zugänglichem Bereich versteckt und durch eine Nebelmaschine unter Nullsicht zu „retten“. Trotzdem fanden die eingesetzten Trupps die „Übungspuppen“ in kürzester Zeit und brachten diese in Sicherheit. Ebenfalls sehr erfreulich und äußerst positiv war die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus Stapelburg und Ilsenburg. Die beiden Feuerwehren aus dem Landkeis Harz, Sachsen-Anhalt, arbeiteten selbstständig einen eigenen „Brandabschnitt“ ab und waren damit bei dieser Übung eine super Unterstützung. Neben der Nähe der beiden Städte betrachtet Ortsbrandmeister Markus Hirsch der Ortsfeuerwehr Bad Harzburg die Zusammenarbeit auch als „Herzensangelegenheit“ und wird sich dafür auch zukünftig einsetzen. Ilsenburg und Bad Harzburg sind Partnerstädte und nicht zu vergessen ist die Unterstützung die wir 2017 bei dem katastrophalen Hochwasser in Bad Harzburg aus dem Landkreis Harz erfahren durften.

Nochmals geht mein Dank an allen eingesetzten Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden. Besonders das schnelle und gemeinsame Abbauen an der Einsatzstelle habe ich mit Freude beobachtet. Weiterhin geht mein Dank an Stadtbrandmeister Axel Breustedt und Sascha Killig für die Übungsvorbereitung und an die Firma Obenauf, dass wir auf dem Betriebsgelände mal wieder üben konnten.