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Grußworte zu Weihnachten und zum Jahreswechsel



… nächstes Jahr wird alles besser! Diese Worte und den Wunsch haben wir uns vor einem Jahr auch schon mit auf den Weg in die Weihnachtsfeiertage und für das neue Jahr gegeben. Leider hat das nicht so richtig funktioniert.

Zu den Grußworten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel gehört ja immer auch ein Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr, in dem die positiven Dinge hervorgehoben werden. Was kann man dazu nach einem solchen Jahr schreiben? Nun ist es doch schon das zweite Jahr, das wir unter Pandemiebedingungen durchleben und es gibt kaum Aussicht auf eine zeitnahe Verbesserung der Situation. In unserer Gesellschaft entstehen Risse, die durch Vereine, Freundschaften und auch durch Familien gehen. Hier sind wir alle gefordert, die Dinge neutral und ohne Vorurteile zu betrachten und andere Meinungen zu akzeptieren, auch wenn das nicht immer leicht fällt.

Anfang des Jahres wurde alles noch durch die schwere Erkrankung unseres lieben Kameraden und damaligen stellvertretenden Stadtbrandmeisters Andreas Liebau überschattet, der dann leider im April viel zu früh verstorben ist. Seine immer optimistische und positive Lebenseinstellung, seine Persönlichkeit, die allein durch seine Anwesenheit raumfüllend gewesen ist, wird uns in guter Erinnerung bleiben.  

Die Erde dreht sich weiter und irgendwie gab es dann doch noch einige Lichtblicke in diesem schwierigen Jahr. Durch die Wahl von Marcus Saß zum stellvertretenden Stadtbrandmeister konnten wir die anstehenden und liegen gebliebenen Aufgaben weiter bearbeiten. Dann gab es noch die Indienststellung der neuen Drehleiter mit komplett neuer Technik als weiteres Highlight und der Dienst- und Ausbildungsbetrieb lief wieder einigermaßen normal. Das war es dann aber auch schon weitestgehend mit den positiven Dingen, denn kameradschaftliche Zusammenkünfte oder gar Veranstaltungen waren weiterhin so gut wie unmöglich. In den Feuerwehren haben wir dank der Unterstützung durch die Hausarztpraxis Schmerer / Seidel bereits seit Anfang Dezember einen nahezu deckenden Impfstatus durch die 3. Impfung erreicht. Dennoch haben wir auf Grund der momentan unsicheren Lage den Ausbildungsbetrieb wieder bis auf Weiteres eingestellt und auch die Jahreshauptversammlungen für den Januar und Februar wurden ebenfalls bereits wieder abgesagt.

In den Feuerwehren wissen wir genauso wenig wie der Rest der Bevölkerung was in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommen wird. Sicher ist nur, dass wir weiterhin mit Einsätzen in allen Facetten zu rechnen haben und wir uns dementsprechend darauf vorbereiten müssen. Deshalb werden wir auch alles daran setzen, so schnell wie irgendwie möglich wieder in den geregelten Ausbildungsbetrieb einzusteigen, auch wenn das nur in kleineren Einheiten möglich sein sollte. Unsere Einsatzbereitschaft und somit die Sicherheit für die Menschen in unserer Stadt war und ist nach wie vor trotz aller Einschränkungen jederzeit gegeben.

Irgendwann werden wir diese schwierige Zeit und diese Pandemie überwunden haben oder den Umgang damit so hinbekommen, dass wir alle wieder ein einigermaßen normales Leben führen können und auch die für die freiwilligen Feuerwehren so wichtigen kameradschaftlichen Veranstaltungen durchführen können. Einfach nur Ausbildungsdienst machen und dann wieder nachhause, ohne ein anschließendes Beisammensein mit netten Menschen und guten Gesprächen oder auch mal mit einem Grillabend, macht auf Dauer nicht wirklich Spaß. Freiwillige Feuerwehr funktioniert dauerhaft eben nur mit Zusammenhalt beim Einsatz und Spaß in der Gemeinschaft. 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, Euch und Euren Familien besinnliche Weihnachtstage und für das Jahr 2022 alles erdenklich Gute.

Aufpassen und gesund bleiben! … nächstes Jahr wird alles besser!

Ein herzliches Glückauf und Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!

Axel Breustedt & Marcus Saß
Stadtbrandmeister & stellvertretender Stadtbrandmeister