Bad Harzburg, Aus- und Fortbildungen

Seilbahn-Rettungsübung



Um die Betriebserlaubnis zu erhalten müssen im Ernstfall bis zu 18 Personen innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit aus der Gondel gerettet werden – Feuerwehr und Betreiber führten jährliche Seilbahn-Evakuierungsübung am Burgberg durch.

Sie ist seit fast 100 Jahren eines der Wahrzeichen unserer Stadt. Über 25 Millionen Fahrgäste fuhren seither mit der Burgberg-Seilbahn in den zwei Gondeln auf den 483 Meter hohen Burgberg. Im Ernstfall, wenn eine der Gondeln aus den unterschiedlichsten Gründen stecken bleibt, müssen je Gondel bis zu 18 Fahrgäste evakuiert und per Seil aus der Kabine gerettet werden, so eine Auflage zum erhalt der Betriebserlaubnis. Nur im günstigsten Fall hängen diese gerade über einem der Waldwege oder der Bundesstraße 4. Ansonsten müssen die Passagiere dann noch aufwändig aus dem Steilhang auf einem der besagten Fahr- oder Waldwege gerettet werden. Dieser Ablauf muss mindestens einmal im Jahr von der Feuerwehr gemeinsam mit den Mitarbeitern geübt werden. Heute Abend war dies wieder der Fall, geübt wurde die Evakuierung von drei Passagieren – sie wurden aus rund 25 Meter über der Bundesstraße 4 in den Rettungskorb der Drehleiter abgeseilt.

Bei einem realen Notfall werden neben den Kräften der Feuerwehr Bad Harzburg auch die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Braunschweig initial zur Unterstützung angefordert. Fachkundiges Personal der Feuerwehr Bad Harzburg (hauptberuflich ebenfalls Höhenretter(-ausbilder) bei der BF Braunschweig) bereitet dann alles für ein Arbeiten im Seil vor, sodass die Retter der Fachgruppe aus der Löwenstadt bei Ankunft direkt über den Fahrdraht der Seilbahn sich von der Bergstation oder der Mittelstütze zu den havarierten Kabinen abseilen können. Da die Mitarbeiter der Feuerwehr auch Rettungssanitäter-, assistent oder gar Notfallsanitäter sind, können sie neben der eigentlichen Rettung per Seil auch die initial medizinische Versorgung bei Bedarf direkt in der Kabine einleiten.

Erwartungsgemäß hat die jährliche Übung sehr gut funktioniert, alle Beteiligten zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf und betonten noch einmal wie wichtig diese ohnehin gesetzlich vorgeschriebene Übung für den bestmöglichen Ablauf im Notfall ist.