Bad Harzburg, Veranstaltungen Förderverein

Ein Auto als größtes Projekt



Das Wohlwollen gegenüber der Feuerwehr ist in der Bevölkerung enorm gestiegen. Und das bekam auch der Förderverein der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Bad Harzburg zu spüren, wie dessen Vorsitzender Holger Schlegel jetzt auf der Jahreshauptversammlung resümierte.

Wenn man dem Hochwasser vor fast genau einem Jahr etwas Gutes abgewinnen kann – abgesehen von der Tatsache, dass in Bad Harzburg keine Menschen zu Schaden kamen – dann das: Das Wohlwollen gegenüber der Feuerwehr ist in der Bevölkerung enorm gestiegen. Und das bekam auch der Förderverein der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Bad Harzburg zu spüren, wie dessen Vorsitzender Holger Schlegel jetzt auf der Jahreshauptversammlung resümierte. Spendenaufkommen und Mitgliederzahlen machten einen Sprung nach oben. Und der Verein konnte dadurch die größte Anschaffung in seiner neunjährigen Geschichte tätigen:  Er kaufte ein Feuerwehrauto.

146 Mitglieder hat der Förderverein. „Nach dem Hochwasser verzeichneten wir 16 Neueintritte“, so der Vorsitzende. Darüber hinaus flossen mehr als 200 Euro an Spenden. Aktuell kam übrigens noch am Abend Geld dazu: Die Johannisloge „Zur grünenden Tanne“ übergab dem Vorstand 500 Euro.

Größtes Projekt des vergangenen Jahres und überhaupt der kompletten neun Jahre, die der Verein besteht, war der Kauf eines kleinen Feuerwehrfahrzeugs, das künftig dem Brandmeister vom Dienst der Feuerwehr sowie dem Ortsbrandmeister zur Verfügung steht.  Mit diesem Einsatzfahrzeug können kleinere Lagen geschwind abgearbeitet werden, ohne dass gleich die halbe Feuerwehr ausrücken muss. Eine kleine Entlastung für die rund 70 Aktiven der Feuerwehr und ein Instrument, mit dem die Führungskräfte der Wehr flexibel und vor allen Dingen schnell agieren können.

Die Stadt selbst hätte ein solches Fahrzeug nicht angeschafft, so gesehen handelt es sich um eine der typischen und satzungsgemäßen Projekte des Fördervereins. Allerdings wird die Stadt den Wagen in ihren Fuhrpark übernehmen, anders könnte er auch gar nicht als Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sein.  Der Vorsitzende dankte in diesem Zusammenhang der Stadt für die gute Kooperation.

Angereicht wurde die Jahreshauptversammlung durch kurze Vorträge von Ortsbrandmeister Markus Hirsch und seinem Vorgänger, dem aktuellen Kreisbrandmeister Uwe Fricke, der in seiner Funktion als Ortsbrandmeister seinerzeit einer der Gründerväter des Vereins war. Beide sprachen über das Einsatzgeschehen in Stadt und Kreis und gingen natürlich besonders auf das Hochwasser und dessen Folgen ein. Dritter Referent im Bunde war Vorstandsmitglied Arne Bastian, der als Wetterexperte ebenfalls über die Flut des vergangenen Jahres sprach, aber auch in die Zukunft blickte. Seine Prognose: Das Unwetter vom Juli 2017 dürfte nicht das letzte seiner Art gewesen sein.

Um so wichtiger sei es, die Feuerwehr über einen Förderverein aus der Bevölkerung heraus zu unterstützen, so der Vorsitzende. Das soll weiterhin finanziell geschehen, aber auch personell: Wenn beispielsweise am 8. September von 10 bis 17 Uhr die Bad Harzburger Feuerwehr zum Tag der offenen Tür ins Gerätehaus am Holzhof einlädt, wird der Förderverein die Veranstaltung mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen unterstützen. Die Mitglieder wurden und werden gebeten, sich mit Kuchenspenden einzubringen. Auch die Hilfe beim Verkauf wird gern gesehen. Die Mitglieder können sich über die Kontaktdaten (siehe Kasten) an den Verein wenden.