Bad Harzburg, Einsätze

Küchenbrand in der Ilsenburger Straße



Am Freitag, den 24. Januar 2014 wurden die Einsatzkräfte der Bad Harzburger Feuerwehr zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt alarmiert. Ein Teil der Einsatzkräfte befand sich gerade auf einer Trauerfeier für einen verstorbenen Kameraden als der Alarm um 10:53 Uhr ertönte.

Zwei Minuten später war der Löschzug auf dem Weg zur Einsatzstelle in die Ilsenburger Straße. Dort wurde der Einsatzleiter schon von einem Hausbewohner erwartet. Nach seiner Auskunft war in seiner Küche heißes Fett in Brand geraten. Die Erkundung durch den Einsatzleiter und dem Zugführer Löschzug ergab, dass der Brand in der Küche schon so weit fortgeschritten war, dass hier nur noch ein Vorgehen unter schwerem Atemschutz zu verantworten war. Aus den Küchenfenstern quoll recht stark der Brandrauch heraus und von der Wohnungstür im dritten Obergeschoß waren halbmeterhohe Flammen zu erkennen.

Als Erstmaßnahme ließ der Einsatzleiter einen mobilen Rauchverschluss zwischen an der Wohnzimmertür anbringen, damit der starke Rauch nicht auch noch die restliche Wohnung beschädigen konnte. Zeitgleich wurde zuerst eine B-Leitung zum Hauseingang verlegt und vom Verteiler am Hauseingang ging es mit einer C-Leitung weiter ins dritte Obergeschoss. Von hier aus arbeitet sich der Angriffstrupp bis in die Küche, die neben dem Wohnzimmer sich befand, vor. Zur Anleiterbereitschaft wurde eine vierteilige Steckleiter an der Gebäuderückseite in Stellung gebracht, da die Drehleiter aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht zum Einsatz gebracht werden konnte. Bei den Löscharbeiten wurden sehr sparsam mit Wasser gelöscht, so dass die darunter liegende Wohnung nur einen ganz leichten Wasserschaden an der Decke erlitt. Zur Absicherung des Treppenraumes wurde ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Die Kohlenstoffmonoxid-Konzentration im Treppenraum und in der Brandwohnung lag bei den Nachlöscharbeiten teilweise über der Alarmschwelle, so dass alle Einsatzkräfte ohne Atemschutz den nicht verrauchten Treppenraum verlassen mussten. Die hohe CO-Konzentration war aber zum Teil dem Lüfter mit Verbrennungsmotor geschuldet. Nachdem der Lüfter abgestellt war, sank auch die CO-Konzentration deutlich unter den Schwellenwert.

Der Wohnungsmieter wurde vom Rettungsdienst aufgrund von Kreislaufproblemen ins Bad Harzburger Krankenhaus gebracht. Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrkamerad am Knie. Die Verletzung wurde anschließend im Krankenhaus untersucht.

Aus der Wohnung wurde zudem zwei Katzen gerettet. Eine dritte Katze, die sich ebenfalls in der Wohnung befinden sollte, wurde durch die Einsatzkräfte aber nicht gefunden.Bei dem Feuer wurde die Küche massiv beschädigt und durch den Rauch war zumindest das Wohnzimmer unbrauchbar geworden. Die Feuerwehr schätzt den entstandenen Brandschaden auf mindestens 30.000.- Euro. Zum Einsatz kamen ein C-Rohr und acht Atemschutzgeräte.

Gegen 12:30 Uhr war der Einsatz beendet, nachdem der Brandbereich und die Außenfassade nochmals mit einer Wärmebildkamera kontrolliert waren. Die Wohnung wurde schriftlich an die Polizei übergeben.

Im Einsatz waren von der Bad Harzburger Feuerwehr der erweiterte Löschzug (ELW1, LF16, DLA (K) 23/12, LF 10/20 und der RW), vom Rettungsdienst ein NEF und zwei RTW, sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagen.