Bad Harzburg, Bündheim-Schlewecke, Brandeinsatz

LKW-Brand auf der B4



Gestern Vormittag brannte ein mit Kartoffeln beladender LKW auf der Bundesstraße 4 kurz vor Torfhaus - die Feuerwehr Stadt Bad Harzburg war gemeinsam mit den Feuerwehren Braunlage und Altenau vor Ort

Auf der Steigungsstrecke der B4 an den Lärchenköpfen kurz vor der Torfhaussiedlung hat der Motor eines Lkws mit Anhänger aus ungeklärter Ursache plötzlich Feuer gefangen. Eine Hydraulikleitung war geplatzt und durch den hohen Druck in der Leitung verteilte sich das Öl um das Fahrzeug herum. Durch die vorbei fahrenden Fahrzeuge wurde der Ölfilm noch rund 80 bis 100 m weiter in Fahrtrichtung Süden bergauf verteilt. Das Fahrerhaus brannte recht schnell in voller Ausdehnung. Zugfahrzeug und Anhänger hatten in Großmulden mit Planen-Abdeckung Kartoffeln geladen. Das Feuer konnte aber durch das HLF20 der Feuerwehr Bad Harzburg und das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Altenau weitestgehend auf das Fahrerhaus begrenzt werden. Da ein Lkw in Vollbrand gemeldet worden war, ist auch die Feuerwehr Braunlage mit alarmiert worden. Der Einsatz der Braunlager Kameraden beschränkte sich aber dann auf die Sicherstellung des Löschwasservorrats durch die mitgeführten Fahrzeuge. Somit war das Feuer auch schnell unter Kontrolle.

Um zu verhindern, dass sich das mit dem ausgetretenen Hydraliköl vermischte Löschwasser weiter talwärts in einem Bachlauf in Richtung Okertalsperre verteilt, wurde die für diese Einsätze spezialisierte Feuerwehr Bündheim-Schlewecke durch den Einsatzleiter nachgefordert. Diese war dann mit dem GW-Öl und dem GW-Logistik am Ort und setzte direkt unterhalb der Einsatzstelle in den Straßeneinläufen Dichtkissen ein und im Wald weiter talwärts zwei weitere Ölsperren im Bachlauf der Kalbe. Die untere Wasserbehörde und Harzwasserwerke (HWW) sind ebenfalls durch die Einsatzleitung informiert worden und waren vor Ort an der Einsatzstelle. Laut Angabe der HWW waren sofort nach der Mitteilung durch die Feuerwehr entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden. Es sind zusätzliche Sperren am Einlauf des Kalbebachs in die Okertalsperre gesetzt worden. Vorsorglich wurde auch der Radau-Okerstollen geschlossen, da für die HWW beim Eingang der Meldung noch nicht klar war, wo genau die Unfallstelle auf der B4 gewesen ist. Der weitaus größte Teil des Öl-Wassergemischs hatte sich jedoch offensichtlich direkt im angrenzenden Straßengraben niedergeschlagen. Der Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde entscheidet hier über weitere Maßnahmen.

Im Einsatz waren auch der Rettungsdienst mit einem RTW, die Polizei aus Braunlage und aus Bad Harzburg mit jeweils einem Streifenwagen sowie die Straßenmeisterei, die für die Reinigung der Straße und das Abtragen des Erdreichs eine Spezialfirma angefordert hatte. Die Feuerwehren aus Bad Harzburg, Bündheim-Schlewecke, Altenau und Braunlage waren mit insgesamt rund 60 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz. Ebenfalls verschaffte sich der der Kreisbrandmeister Uwe Fricke  einen Überblick. Die Einsatzleitung lag beim Bad Harzburger Stadtbrandmeister Axel Breustedt. Der Einsatzort liegt zwar im Bereich der Samtgemeinde Oberharz, jedoch wird die B4 und das Umfeld bis zum Torfhaus durch die Feuerwehr Bad Harzburg versorgt.