Bündheim-Schlewecke, Aus- und Fortbildungen

Wichtiger Ausbildungsdienst in Zeiten von Covid-19



Die Ortsfeuerwehr Bündheim-Schlewecke übte am Dienstagabend in einer Kleingruppe den Umgang mit dem neuen Hochwasserequipment.

Aufgrund des verheerenden Hochwassers im Jahre 2017 wurden im gesamten Stadtgebiet Bad Harzburg umfassende Maßnahmen für den Hochwasserschutz getroffen. Darunter zählt auch die Anschaffung von Material für die Hochwasserbekämpfung der Feuerwehren. So wurden unter anderem viele Pumpen, Hochwasserrollwägen und sogenannte Beaver-Dämme beschafft.

 

Beim gestrigen Ausbildungsdienst der Ortsfeuerwehr Bündheim-Schlewecke wurde ein Teil der neu angeschafften Gerätschaften ausgiebig getestet und der richtige Umgang damit geübt.

Im ersten Teil des Ausbildungsdienstes wurde der neue Beaver Schlauchdamm vorgestellt und aufgebaut. Beim Beaver Schlauchdamm handelt es sich um ein mobiles System mit zwei voneinander unabhängigen Kammern. Zunächst werden die Kammern mit Luft befüllt um den Beaver Damm in die richtige Position bringen zu können. Anschließend werden die Kammern mit Wasser gefüllt und die Luft dabei rausgedrückt, um dem Damm Halt und Stabilität zu geben. In der Feuerwehr Bündheim-Schlewecke sind zwei Exemplare von 10 Metern Länge und ein Exemplar von 20 Metern Länge vorhanden. Jeder Beaver Damm kann universell mit einem weiteren verbunden werden, sodass eine perfekte Länge für so ziemlich jede Einsatzstelle zusammengebaut werden kann.

 

Im zweiten Teil des Ausbildungsdienstes wurde einer der zwei neuen Hochwasserrollcontainer für den Gerätewagen-Logistik 1 getestet. Auf ihm sind unter anderem ein Nasssauger, zwei Wasserschieber, eine Chiemseepumpe mit Zubehör und verschiedenen Anschlüssen für unterschiedliche Szenarien verlastet. Zum einen kann Wasser bei höherem Wasserstand mit einem nach oben gerichteten Ansaugstutzen abgepumpt werden und zum anderen kann bei flacherem Wasserstand ein Flachabsaugstutzen das restliche Wasser bis auf wenige Millimeter abpumpen. Das abgepumpte Wasser wird dann direkt über einen formstabilen Druckschlauch aus der Pumpe gefördert. Dieser formstabile Druckschlauch kann je nach Situation mit weiteren Druckschläuchen verlängert werden. Für die Entfernung des restlichen Wassers mit einer Höhe von wenigen Millimetern kann dann ein Wassersauger eingesetzt werden, welcher auch auf dem Rollcontainer verlastet ist.
Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Chiemseepumpe wurden ausgiebig am Schlossteich getestet.

 

Trotz der durch Covid-19 beschränkten Möglichkeiten konnte die Gruppe von zehn Kameraden im Rahmen dieses Ausbildungsdienstes umfassende Kenntnisse zur Hochwasserbekämpfung erlangen. Auch in Zukunft wird es weiterhin einige Ausbildungsdienste im Bereich Hochwasser geben, um bestmöglich mit dem angeschafften Material im Einsatzfall arbeiten zu können.